Die Historie

Um 1930 gründete Wilhelm Cruse als Einzelkaufmann im Münsterland eine Produktionsstätte für Anzüge. Im Laufe der Jahre wurde die Nachfrage der Einzelhändler und ihrer Kunden so groß, dass man sich entschloss einen eigenen Großhandel zu eröffnen und baute diesen stetig und erfolgreich aus. Alle drei Söhne fanden im Unternehmen eine Aufgabe. Der Unternehmensgründer übergab daher allen drei Söhnen jeweils einen Großhandelsbetrieb, die diese fortführten und in der zweiten Generation in eigenen oder fremden Unternehmen in der deutschen Textilwirtschaft eine führende Aufgabe übernahmen.

Mit gerade einmal 24 Jahren entschied sich Bernhard Cruse für eine Existenzgründung als textiler Einzelhändler in der Regierungsstadt Arnsberg.

Noch im September 1957 wurde im Objekt Zur Feldmühle in Arnsberg auf zunächst 75 qm ein erstes Handelsunternehmen eröffnet. Mit der Eröffnung dieser Filiale war das Unternehmen Modehaus CRUSE geboren, deren Stammsitz sich bis zum heutigen Tag in dieser Immobilie befindet. Aufgrund der sehr guten Geschäftsentwicklung und der guten Resonanz in und um Arnsberg musste das Sortiment und auch die Immobilie in den folgenden Jahren fast jährlich erweitert werden.

1970 wurde ein weiteres Modehaus in Bigge-Olsberg, Sauerland mit großem Erfolg eröffnet, nachdem das ehemalige Amtsgericht sehr umfangreich umgebaut wurde.

Mit dem erneuten Ausbau wuchs das Modehaus 1978 zu seiner heutigen Größe. Sehr konsequent wurde hiermit einhergehend das Unternehmen vollständig vom Großhandels- zum Einzelhandelsunternehmen umstrukturiert.

1998 übernahm der heutige geschäftsführende Gesellschafter Bernd Cruse die Leitung des elterlichen Betriebs, in den er unmittelbar nach dem erfolgreichen Abschluss seines Betriebswirtschaftsstudiums zurück gekehrt war. Er führte zunächst beide angestammten Modehäuser zu führenden Anbietern im Sauerland weiter.

2002 gilt als weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Bernd Cruse entscheidet sich neben seinen beiden Stammhäusern zu einer weiteren Anmietung in Meschede, diese jedoch erstmals für einen Monolabelstore der damals aufstrebenden Marke Street One.

2003 ergab sich die Möglichkeit in Arnsberg-Neheim in bester Lage eine weitere größere Fläche anzumieten. Bernd Cruse nutzte die Chance sich am Stammsitz mit "Cruse am Dom" noch breiter aufzustellen und die Rolle als Platzhirsch weiter auszubauen.

Das Unternehmen war bis dahin geprägt durch langjährige Erfahrungen der eigenen Modehäuser, die einen eigenen Einkauf benötigen und ein gewissen Gespür für die aktuelle und zukünftige Mode benötigen.

Durch die Anmietung der ersten Street One Filiale in Meschede kamen nun gänzlich neue Eindrücke hinzu, die eine weitere Expansion mit der Street One und deren Schwestermarke Cecil rechtfertigten.

In den folgenden Jahren wurden daher weitere Street One und Cecil Filialen in ganz Nordrhein-Westfalen eröffnet. Geprägt durch gesundes Wachstum war jedoch dank der sehr positiven Entwicklung bald eine Anzahl von 10 Filialen erreicht.

Ab etwa 2004 begann man sich aus Gründen der Risikostreuung damit auseinander zusetzen, mit welchen anderen Modemarken man ggf. zukünftig vergleichbar stark expandieren könne.

Zu diesem Zeitpunkt kam man, jedoch, nicht zuletzt auf Grund der erzielten Quadratmeterumsätze, zu dem Entschluss zunächst von der Umsetzung anderer Konzepte abzusehen.

Statt dessen kam die Idee auf, unter dem im Sauerland zwischenzeitlich seit Jahrzehnten sehr bekannten Namen CRUSE weitere Filialen zu eröffnen. Ziel hierbei war die Erschließung von Einzelhandelsmärkten bei denen die Eröffnung von kleinen Monolabelstores auf Grund der Umsatzpotentiale nicht angezeigt war. Konkret betrachtete man den jeweiligen Standort mit den Erfahrungen der Modehäuser und analysierte standortabhängig welche Marken vor Ort das Größte Potential vorwiegend bei den Kundinnen, haben wird. Seit dem wird unter dem Namen CRUSE jeweils auf den Standort zugeschnitten eine "kleine Markenwelt" geschaffen, die der Kundin vor Ort eine bis dahin häufig nicht dargestellte möglichst große Markenvielfalt anbietet.

Bei der weiteren Expansion konzentrierte man sich daher auf diese äußerst erfolgreiche Konstellation von hoch produktiven Marken an interessanten Standorten.

Seit 2004 sind so bis heute 45 Filialen in ganz Nordrhein-Westfalen eröffnet worden. Bis zum heutigen Tag bestehen neben den beiden Haupthäusern daher Filialen mit den Konzepten Street One, Cecil, edc, s.Oliver und eine Vielzahl unter dem eigenen Namen CRUSE.

Um dem gewachsenen Anforderungen, nicht zuletzt auch in der Geschäftsführung, Rechnung tragen zu können, war es möglich, ab Anfang  2011 Dirk Tomalak als Geschäftsführer für das Unternehmen zu gewinnen, der das Unternehmen in den vergangenen Jahren bereits beratend bei der Expansion begleitet hatte.

Aktuell werden 49 Modehäuser betrieben und auch in der Zukunft stehen die Zeichen in der zwischenzeitlich homogen gewachsenen CRUSE fashion group auch weiter auf Expansionskurs.

Hierbei unterliegen jedoch alle Entscheidungen grundsätzlich betriebswirtschaftlichen Grundsätzen.

Anmietungen aus Gründen des Marketing oder um Schlüsselmärkte zwingend zu besetzen, hat es in der Vergangenheit nicht gegeben und wird es auch in der Zukunft nicht geben. Entsprechende anderslautende Entscheidungen haben schon andere und teils größere Unternehmen ins Wanken gebracht.

Die Geschäftsführung der CRUSE fashion group ist auch weiterhin nicht bereit, solche Risiken zu tragen und ist vielmehr auch weiterhin an einem konservativen langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtet.

Eine langfristige kooperative Zusammenarbeit sowohl mit Handelspartnern als auch Vermietern ist für die CRUSE fashion group ein erklärtes Ziel.